{"id":4417,"date":"2017-01-24T16:21:32","date_gmt":"2017-01-24T15:21:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.danielgander.com\/blog\/?p=4417"},"modified":"2017-01-24T16:24:51","modified_gmt":"2017-01-24T15:24:51","slug":"camp-torres-puerto-natales","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.danielgander.com\/blog\/nature\/landscapes\/camp-torres-puerto-natales\/","title":{"rendered":"Camp Torres &#8211; Puerto Natales"},"content":{"rendered":"<h1>Die Torres<\/h1>\n<p>Dieses Mal hatte ich mich leider geirrt.<\/p>\n<p>Ich hatte mir f\u00fcr 3 Uhr in der Nacht einen Wecker gestellt und wollte bei klarem Sternenhimmel noch vor Sonnenaufgang zu den Torres aufsteigen um mit Stativ und Kamera bewaffnet Sternenspuren fotografieren zu k\u00f6nnen. Leider waren aber schon kurz nach Mitternacht Regentropfen am Au\u00dfenzelt zu h\u00f6ren und das fr\u00fche Aufstehen er\u00fcbrigte sich somit. Ich hab kaum geschlafen und hoffte die ganze Nacht, dass der Regen aufh\u00f6ren w\u00fcrde, aber unser aller Wunsch wurde nicht erf\u00fcllt. Dabei war ich mir so sicher, dass das Wetter halten w\u00fcrde! Wenn ich etwas in der Zeit hier h\u00e4tte gelernt haben sollen, dann ist es die Tatsache, dass unser europ\u00e4isches Wettergef\u00fchl eben nicht auf Patagonien \u00fcbertragen werden kann &#8230;<\/p>\n<p>Trotz Nieselregen machten wir uns schlussendlich eine Stunde vor Sonnenaufgang mit Stirnlampe auf den Weg zum Mirador Torres. Wir packten warme Kleidung ein und versuchten beim Aufstieg mit unseren Regenjacken nicht zu sehr ins Schwitzen zu kommen. Das war leichter gesagt als getan, es war zwar kalt, aber die Luftfeuchtigkeit war sehr hoch und der Weg richtig steil. Alpine Verh\u00e4ltnisse w\u00fcrde ich sagen, gro\u00dfe Steinbrocken und das eine oder andere Mal musste man auch die H\u00e4nde zu Hilfe nehmen. Oben angekommen bot sich uns ein ziemlich trostloses Bild: Der Bergsee hinter dem sich bei gutem Licht die Torres empor erhoben lag nebelverhangen vor uns und von den Zinnen war nichts zu sehen. Wir kauerten uns halbwegs gesch\u00fctzt vom Regen vor einen gro\u00dfen Steinbrocken und warteten. Die Zeit verstrich wie in Zeitlupe und die feuchte K\u00e4lte kroch langsam aber unaufhaltsam \u00fcber Zehen und Fingerspitzen in den K\u00f6rper hinein. Eine Thermosflasche w\u00e4re eine gute Idee gewesen! Se\u00e1n hatte seinen Schlafsack mitgebracht und wickelte sich darin ein. Dass dieser dabei zunehmend vom Regen durchn\u00e4sst wurde war ihm egal. Er wollte\u00a0nicht aufgeben und einfach warten bis der Nebel sich lichtete! Wir waren nicht so geduldig,\u00a0ich ersparte es mir auch die Kamera auszupacken und ein Foto von der Nebelsuppe zu machen. Nach etwa 45 Minuten war uns so kalt, dass wir beschlossen in das Camp zur\u00fcckzukehren und erst mal zu fr\u00fchst\u00fccken. Wir waren entt\u00e4uscht und ich \u00e4rgerte mich, nicht schon am Vorabend hierher gekommen zu sein. Zeit w\u00e4re gewesen und die Kraft daf\u00fcr h\u00e4tten wir sicher auch noch zusammengekratzt. Aber das war nun eben nicht mehr zu \u00e4ndern und ich versuchte die Entt\u00e4uschung mit den Erinnerungen der vergangenen Tage\u00a0zu bek\u00e4mpfen. Alle die hierher in den Park kommen, wollen die Torres sehen, genauso wie jeder Paris-Besucher den Eiffelturm sehen will. Aber was w\u00e4re der Eiffelturm ohne Paris? War es nicht eigentlich der Nationalpark und der Trek weswegen wir hergekommen waren? Wir haben hier eine wunderbare Zeit verbracht und mehr geschafft, als wir anf\u00e4nglich zu hoffen gewagt hatten: Wir haben uns von der Reservierungsproblematik der Camps nicht abhalten lassen, haben uns mit den Witterungsbedingungen arranchiert und den Pass \u00fcberquert, unseren Zeitplan eingehalten, Doris ist unglaublich tapfer trotz Druckstelle an der Achillessehne den ganzen Trek gewandert &#8211; diese Aufz\u00e4hlung k\u00f6nnte ich noch eine ganze Weile fortf\u00fchren! Die Torres zu sehen ist sicherlich f\u00fcr die meisten Parkbesucher und besonders f\u00fcr die Eintagestouristen der absolute H\u00f6hepunkt, aber nach den vergangenen 7 Tagen w\u00e4re es f\u00fcr uns eigentlich nur mehr die Goldkante auf einen grenzgenialen Urlaub gewesen. Wer braucht schon Goldkanten? :-)<\/p>\n<p>Der Vollst\u00e4ndigkeit halber hier noch eine <a href=\"https:\/\/www.google.at\/search?q=torres+del+paine+sunrise&amp;source=lnms&amp;tbm=isch&amp;sa=X&amp;ved=0ahUKEwi1s4L8zNrRAhVhP5oKHYcBDAYQ_AUICCgB&amp;biw=1920&amp;bih=950\"  target=\"_blank\">Google-Bildersuche<\/a>\u00a0worauf wir dort oben eigentlich gewartet haben.<\/p>\n<blockquote><p>Es hat nicht sollen sein.<\/p><\/blockquote>\n<p>Der Nieselregen begleitete uns auch beim Abstieg ins Camp und nach einiger Zeit kam auch\u00a0Se\u00e1n ohne Erfolgsmeldung zur\u00fcck.<\/p>\n<h1>Zur\u00fcck nach Puerto Natales<\/h1>\n<p><a href=\"https:\/\/www.danielgander.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Torres_Map_Day8.jpg\"  target=\"_blank\" data-rel=\"lightbox-image-0\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-4421 size-medium\" src=\"https:\/\/www.danielgander.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Torres_Map_Day8-300x192.jpg\" width=\"300\" height=\"192\" srcset=\"https:\/\/www.danielgander.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Torres_Map_Day8-300x192.jpg 300w, https:\/\/www.danielgander.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Torres_Map_Day8-900x576.jpg 900w, https:\/\/www.danielgander.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Torres_Map_Day8-61x39.jpg 61w, https:\/\/www.danielgander.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Torres_Map_Day8.jpg 1524w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wir w\u00e4rmten uns beim Fr\u00fchst\u00fcck auf und bauten danach ein letztes Mal unser Zelt ab. Beeilen mussten wir uns nicht, der Bus zur\u00fcck nach Puerto Natales startete erst um 14 Uhr vom Parkeingang und der Abstieg aus dem Valle Ascencio war in ca. 3 Stunden zu schaffen.\u00a0Ich hab w\u00e4hrend des ganzen Abstiegs kein einziges Foto gemacht, erstens gab das Wetter nach wie vor nicht viel her und zweitens hatte ich die Strecke am Vortag schon fotografiert. Wir kamen dank R\u00fcckenwind rasch voran, manchmal sogar schneller als uns lieb war! ;-) Nun zeigte sich auch die Sonne wieder am Himmel, aber der Blick zur\u00fcck hinauf zu den Torres war nicht viel besser als am fr\u00fchen Morgen: Man konnte zwar mittlweile die Umrisse der Torres im\u00a0Nebel erahnen, aber es h\u00e4tte nichts gebracht noch l\u00e4nger oben im Camp zu warten.<br \/>\nGemeinsam mit ein paar anderen Trekkern erreichten wir um die Mittagszeit die Hosteria Las Torres, wo wir in einem kleinen Kiosk ein Bier kauften und windgesch\u00fctzt das letzte Packerl Pumpernickel mit K\u00e4se und Mayo verzehrten! Beste Jause ever!<\/p>\n<p>Das Shuttle brachte uns schlussendlich zur\u00fcck zum Parkeingang und zur Bushaltestelle. Mittlerweile hatte sich der Nebel etwas verzogen und ich z\u00fcckte ein letztes Mal die Kamera um zumindest aus der Entfernung 2 der 3 Torres auf einem Foto festzuhalten &#8211; der dritte war von hier aus nicht einsehbar.<br \/>\nDie 2-st\u00fcndige Busfahrt zur\u00fcck nach Puerto Natales verging wie im Flug, die Gedanken kreisten um die Erlebnisse der vergangenen Tage.<\/p>\n<p>Dort angekommen\u00a0checkten wir zuerst in unserem <a href=\"http:\/\/www.german.hostelworld.com\/hosteldetails.php\/Hostel-Last-Hope\/Puerto-Natales\/100052\"  target=\"_blank\">Lieblingshostel<\/a>\u00a0ein, machten uns frisch und verabredeten uns f\u00fcr den Abend\u00a0mit den Leuten, die gemeinsam mit uns den Trek beendet hatten, im <a href=\"http:\/\/www.erraticrock.com\/base-camp-pub\/\"  target=\"_blank\">Base Camp Pub<\/a>\u00a0zu Pizza und Bier. Daraus wurde schlussendlich ein langer, lustiger, mehrsprachiger Abend mit ganz vielen Bieren und noch mehr spannenden Geschichten! ;-)<\/p>\n<p>Was f\u00fcr ein genialer Trek! Was f\u00fcr eine geniale Zeit! Was f\u00fcr ein genialer Urlaub! Und der war noch nicht einmal zu Ende! Uns verblieb noch fast eine ganze Woche in Chile!<\/p>\n<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-4417 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.danielgander.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/161112-1216_DSC_5097.jpg\"  title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.danielgander.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/161112-1216_DSC_5097-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/www.danielgander.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/161112-1216_DSC_5097-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.danielgander.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/161112-1216_DSC_5097-640x640.jpg 640w, https:\/\/www.danielgander.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/161112-1216_DSC_5097-50x50.jpg 50w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.danielgander.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/161112-1415_DSC_5101_E01.jpg\"  title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.danielgander.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/161112-1415_DSC_5101_E01-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/www.danielgander.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/161112-1415_DSC_5101_E01-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.danielgander.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/161112-1415_DSC_5101_E01-640x640.jpg 640w, https:\/\/www.danielgander.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/161112-1415_DSC_5101_E01-50x50.jpg 50w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.danielgander.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/161112-1442_DSC_5108_L01.jpg\"  title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.danielgander.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/161112-1442_DSC_5108_L01-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/www.danielgander.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/161112-1442_DSC_5108_L01-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.danielgander.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/161112-1442_DSC_5108_L01-50x50.jpg 50w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure>\n\t\t<\/div>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Torres Dieses Mal hatte ich mich leider geirrt. 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